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Krankheitsbild · Fuß

Umknicken: Außenbandriss am Sprunggelenk

Nach außen umgeknickt, blauer Knöchel

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Fuß3 Minuten LesezeitVon Martin Otto, Physiotherapeut

Gesund: drei Bänder außen am Knöchel

Ein falscher Schritt vom Bordstein, und der Knöchel ist dick. Gebrochen oder nur verstaucht? Diese Frage klären wir gleich. Erst schauen wir von außen auf Ihren rechten Knöchel. Hier halten drei Bänder das Sprunggelenk zusammen. Das vordere, zwischen Wadenbein und Sprungbein, ist das schwächste der drei. Und das, das am häufigsten reißt.

Riss beim Umknicken

Ein Bordstein, ein Maulwurfshügel, eine Landung auf dem Fuß des Gegners. Der Fuß knickt nach innen weg. Das vordere Außenband reißt. Bei mehr Wucht auch das mittlere. Der Knöchel schwillt an und wird blau. Ob auch etwas gebrochen ist, dafür gibt es eine einfache Regel. Die zeige ich Ihnen jetzt.

Bei uns: untersuchen, testen, ausschließen

Bei uns gehe ich nach den Ottawa-Regeln vor, ein paar einfache Prüfungen aus Kanada. Konnten Sie direkt nach dem Unfall vier Schritte gehen, und können Sie es jetzt? Tut es weh, wenn ich hinten auf die Knochenkanten am Knöchel drücke, oder außen am Fußrand? Ist alles davon unauffällig, ist ein Bruch sehr unwahrscheinlich, und Sie sparen sich das Röntgen. Ist etwas auffällig, geht es zum Röntgen. Die Regel findet fast jeden Bruch, schlägt aber auch öfter an, ohne dass etwas gebrochen ist. Die Bänder prüfe ich am besten ein paar Tage später, wenn die Schwellung nachlässt. Dann sind die Tests deutlich aussagekräftiger. Dann passen wir den Plan gemeinsam an: Zurück auf den Platz, Wandern im Urlaub, oder einfach wieder sicher über Kopfsteinpflaster?

Was hilft

Was wir bei der Untersuchung herausfinden, entscheidet, in welcher Phase Sie starten. Phase eins: beruhigen. Früh bewegen statt lange ruhigstellen. Eine Schiene kann in den ersten Wochen schützen. Auftreten und gehen ist trotzdem erlaubt, so weit es geht. Etwas Schmerz bis vier von zehn ist in Ordnung, solange der Knöchel am nächsten Tag nicht dicker ist. Phase zwei: aufbauen. Gleichgewicht und Kraft der Wadenbeinmuskeln. Auf einem Bein stehen, erst beim Zähneputzen, später auf weichem Untergrund. Dazu Kniebeugen mit Band: Ich stehe auf dem Band und drücke mich hoch. Das ganze Bein wird wieder kräftig, und Sie trauen sich wieder, den Fuß voll zu belasten. Phase drei: belastbar. Hüpfen, Richtungswechsel, unebener Boden. Und der Alltag: eine Kiste vom Boden heben, und der Fuß trägt sicher mit. Weiter geht es, wenn der Knöchel es zulässt, nicht nach Kalender. Und es lohnt sich: Mit so einem Training sinkt das Risiko, wieder umzuknicken, in Studien um etwa ein Drittel.

Mehr als Anatomie: Hier sehen Sie den körperlichen Teil. Wie stark etwas weh tut, hängt auch von Schlaf, Stress, Sorgen und Erfahrungen ab und davon, wie es bei der Arbeit und zu Hause läuft. Das macht den Schmerz nicht weniger echt, mehr dazu in „Schmerz ist mehr als Gewebe“. Zur Erklärung

Übungen dazu bei uns

So sehen die Übungen in unserem Trainingsraum aus, mit Martin im Foto und den arbeitenden Muskeln im Modell:

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