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Krankheitsbild · Fuß

Fersenschmerz (Plantarfasziitis, Fersensporn)

Erste Schritte am Morgen schmerzen

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Fuß3 Minuten LesezeitVon Martin Otto, Physiotherapeut

Gesund: die Sehnenplatte der Fußsohle

Morgens aus dem Bett, der erste Schritt, und es fühlt sich an wie ein Nagel in der Ferse. Nach ein paar Minuten wird es besser. Warum eigentlich? Wir schauen unter Ihren rechten Fuß. Vom Fersenbein bis zu den Zehen spannt sich eine feste Sehnenplatte. Sie hält das Fußgewölbe wie die Sehne einen Bogen. Bei jedem Schritt wird sie gespannt und federt zurück. Und der Sporn im Röntgen? Dazu gleich eine Überraschung.

Gereizt am Fersenbein

Wird es zu viel, reizt die Platte genau an ihrem Ansatz am Fersenbein. Typisch sind die ersten Schritte am Morgen. Die tun weh, dann wird es besser, und abends nach langem Stehen wieder schlimmer. Und der Fersensporn im Röntgen? Ist oft ein Nebenbefund. Viele haben ihn, ohne je Schmerzen zu haben. Und ob er da ist, sagt wenig darüber, wie es weitergeht.

Bei uns: untersuchen, testen, ausschließen

Bei uns frage ich: Wie sind die ersten Schritte am Morgen? Was hat sich geändert: mehr Stehen, neue Schuhe, mehr Laufen? Dann drücke ich innen unten an der Ferse. Tut genau das weh, passt es gut. Ausschließen will ich Kribbeln oder Brennen in der Fußsohle, das spricht eher für einen Nerv. Und tut die Ferse weh, wenn ich sie von beiden Seiten zusammendrücke, besonders nach viel Laufen, kann es ein Ermüdungsbruch sein. Dann geht es zum Arzt. Ein Röntgenbild braucht es meist nicht. Dann passen wir den Plan gemeinsam an: acht Stunden im Laden stehen, wieder joggen, barfuß am Strand?

Was hilft

Was wir bei der Untersuchung herausfinden, entscheidet, in welcher Phase Sie starten. Phase eins: beruhigen. Langes Stehen und Barfußgehen auf hartem Boden eine Weile weniger, bequeme Schuhe, vielleicht ein Fersenkissen oder eine Einlage. Gehen bleibt erlaubt. Schmerz bis vier von zehn ist in Ordnung, solange die ersten Schritte am nächsten Morgen nicht schlimmer sind. Phase zwei: aufbauen. Wadenheben an der Stufe, die Zehen auf einem eingerollten Handtuch, langsam und schwer. Ehrlich gesagt: In einer neueren Studie war gute Beratung mit Fersenkissen fast genauso gut. Die eine beste Übung gibt es hier nicht. Die Beinpresse nutze ich, um das Bein kräftig zu halten, wenn langes Stehen noch zu viel ist. Am Ende drücke ich nur mit den Fußballen, dann bekommt auch die Wade ihre Arbeit. Phase drei: belastbar. Längere Strecken, wieder laufen, und Alltag mit Gewicht, zum Beispiel zwei schwere Kisten tragen. Der Fuß trägt dabei deutlich mehr als nur Sie. Weiter geht es nach dem Fuß, nicht nach dem Kalender. Und mit Geduld: Das braucht oft Monate, manchmal länger als ein Jahr. Bei vielen wird es mit der Zeit deutlich besser.

Mehr als Anatomie: Hier sehen Sie den körperlichen Teil. Wie stark etwas weh tut, hängt auch von Schlaf, Stress, Sorgen und Erfahrungen ab und davon, wie es bei der Arbeit und zu Hause läuft. Das macht den Schmerz nicht weniger echt, mehr dazu in „Schmerz ist mehr als Gewebe“. Zur Erklärung

Übungen dazu bei uns

So sehen die Übungen in unserem Trainingsraum aus, mit Martin im Foto und den arbeitenden Muskeln im Modell:

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