Zum Inhalt springen
PhysioPower LogoPhysioPowerPhysiotherapie Stolberg-Venwegen

Krankheitsbild · Knie

Knieprothese (Knie-TEP): was ersetzt wird, wie die Reha läuft

Neues Kniegelenk: was ersetzt wird und wie es danach weitergeht

Im 3D-Modell ansehen Termin buchen

Knie3 Minuten LesezeitVon Martin Otto, Physiotherapeut

Was wird ersetzt?

Arthrose im Endstadium, Training ausgereizt, und jetzt steht die Knie-OP an. TEP heißt Totalendoprothese, also künstlicher Ersatz des ganzen Gelenks. Ersetzt wird dabei aber nur die Oberfläche. Der Operateur trägt am Ende des Oberschenkels und oben am Schienbein einige Millimeter Knochen mit dem abgenutzten Knorpel ab. Darauf kommen zwei Metallteile. Dazwischen sitzt eine Gleitscheibe aus sehr hartem Kunststoff, sie ersetzt Knorpel und Menisken. Das vordere Kreuzband wird bei den meisten Modellen entfernt. Die Rückseite der Kniescheibe wird manchmal mit ersetzt, manchmal nicht.

Nach der OP: dick, steif, schwach

Die ersten Wochen sind ehrlicherweise anstrengend. Das Knie ist dick und warm, die Gelenkkapsel gereizt. Das ist die normale Reaktion auf eine große Operation. Und der Oberschenkel schaltet ab. Einen Monat nach der OP fehlt im Schnitt mehr als die Hälfte seiner Kraft. Vor allem, weil das Nervensystem den Muskel reflexartig bremst, weniger, weil er schrumpft. Die Ziele der ersten Wochen: das Knie ganz gerade bekommen, gut beugen, den Oberschenkel wieder anschalten. Und wird es wieder wie früher?

Bei uns: untersuchen, testen, ausschließen

Bei uns messe ich, wie weit sich das Knie streckt und beugt, schaue Schwellung und Narbe an und wie Sie gehen, aufstehen und Treppen steigen. Fieber, eine zunehmend rote, nässende Wunde, eine dicke, warme Wade oder Atemnot sind Warnzeichen. Dann geht es sofort zum Arzt. Ehrlich ist auch: Etwa jeder Fünfte ist mit seinem neuen Knie nicht ganz zufrieden, und manche haben auch später noch Schmerzen. Am häufigsten, wenn die Erwartungen nicht gepasst haben. Deshalb besprechen wir früh, was realistisch ist. Dann passen wir den Plan gemeinsam an: Spazierengehen, Radfahren, Enkel tragen, wieder wandern?

Was hilft

Gute Nachricht: Über achtzig Prozent der Knieprothesen halten fünfundzwanzig Jahre. Eine Motorschiene, die das Knie passiv bewegt, bringt dagegen kaum etwas. Und eine gut angeleitete Reha zu Hause war in einer Studie so gut wie stationär. Was wir bei der Untersuchung herausfinden, entscheidet, in welcher Phase Sie starten. Phase eins: beruhigen. Gehen mit Stützen, so viel es gut geht, dazwischen Beine hoch. Täglich strecken und beugen. Beinstrecken im Sitzen mit leichtem Band holt den Oberschenkel zurück. Phase zwei: aufbauen. An Beinpresse und Beinstrecker wird es schwerer. Kräftiges Training früh nach der OP war in einer Studie sicher, besser als sanfteres allerdings nicht. Phase drei: belastbar. Kniebeuge mit Band, Treppen, Radfahren, Wandern. Die Kraft kommt oft erst nach Monaten zurück und nicht immer ganz von allein. Dranbleiben lohnt sich.

Nach der OP sofort melden: Fieber, zunehmende Rötung oder nässende Wunde, eine dicke, warme Wade oder Atemnot.

Mehr als Anatomie: Hier sehen Sie den körperlichen Teil. Wie stark etwas weh tut, hängt auch von Schlaf, Stress, Sorgen und Erfahrungen ab und davon, wie es bei der Arbeit und zu Hause läuft. Das macht den Schmerz nicht weniger echt, mehr dazu in „Schmerz ist mehr als Gewebe“. Zur Erklärung

Übungen dazu bei uns

So sehen die Übungen in unserem Trainingsraum aus, mit Martin im Foto und den arbeitenden Muskeln im Modell:

Mehr im Wissensartikel

Jetzt im 3D-Modell ansehen

Termin vereinbaren

Praxistermine buchen Sie online über Doctolib, rund um die Uhr, freie Termine sehen Sie sofort. Fragen und Hausbesuche per WhatsApp oder Telefon. Per WhatsApp antworten wir zuverlässig, ans Telefon gehen wir zwischen den Behandlungen. Mit ärztlicher Verordnung, für alle gesetzlichen Kassen und privat Versicherte.

PhysioPower · Vennstraße 103 · 52224 Stolberg-Venwegen · Parkplätze direkt vor der Tür · Mo bis Do 7:30 bis 18:30 Uhr, Fr bis 14:30 Uhr, Sa 8 bis 12 Uhr · Termine nach Vereinbarung